Schwitzen für einen neuen Pausenplatz

Richenthal An den Projekttagen halfen Lehrer, Eltern, Schüler und der Technische Dienst mit

VON MIKKEL RASMUSSEN

Im und ums Schulhaus Richenthal geht es bunt zu und her. Wie im Ameisenhaufen wurde während zweieinhalb Tagen an allen Ecken und En-den gehämmert, gemalt und gebastelt. Das gesamte Schulhaus beteiligte sich am Ausbau der Pausenangebote und an der Verschönerung des Pausenplatzes. «Das Schulhausareal soll ein Ort sein, an dem man sich wohlfühlt und sich austoben kann», so die Meinung vieler Eltern, Schüler und Lehrer.

Nach der Einführung am ersten Morgen begann ein emsiges Treiben. Schnell verteilten sich die Gruppen auf dem ganzen Schulhausareal und es wurde begonnen, Wände farblich zu gestalten, ein Sandkasten zu errichten, Windräder und Dekorationen zu basteln und Spielgeräte herzustellen. Dem Regen zum Trotz führten Gross und Klein auch am zweiten Tag ihre Arbeiten fort. Ein Schüler meinte dazu: «Es war zwar unangenehmer als am sonnigen Vortag. Dafür konnten wir schon die ersten Ergebnisse erkennen.» Der letzte Tag war geprägt vom Abschluss der Arbeiten und vom Aufräumen. Nach der grossen Pause am Morgen hatten die Schüler dann Zeit, die neuen Spielgeräte in der Turnhalle auszuprobieren.

Verschiedene Spielplätze besucht

Die ersten Vorabklärungen begannen bereits im letzten Schuljahr. Die Lehrpersonen setzten sich mit Lektüre rund um das Thema auseinander und besuchten verschiedene Spielplätze. In Gesprächen mit den Schülern wurden Bedürfnisse herauskristallisiert und das Projekt geplant. Ziemlich schnell wurde klar, dass verschiedene Bereiche einbezogen werden mussten. So wünschten sich die Schüler zum Beispiel eine bessere Ausnützung der vorhandenen Plätze sowie die Verschönerung des Schulareals. Aber auch neue Spielmöglichkeiten, Rückzugsnischen und Sitzgelegenheiten gehörten zu den zentralen Punkten der Diskussionen. Mit diesen Resultaten wurden in diesem Schuljahr Abklärungen getroffen und die Ateliers geplant.

Ohne die grosse Beteiligung der Bevölkerung wäre es für das achtköpfige Lehrerteam wohl schwierig geworden, die Umgestaltung durchzuführen. Zahlreiche Eltern halfen tatkräftig mit und legten Hand an, wo Hilfe gebraucht wurde. Verschiedene Privatpersonen stellten Werkzeug, Holz und Farbe gratis zu Verfügung. Ebenso unersetzlich waren die Mitarbeiter des Technischen Dienstes, welche Material lieferten und verschiedene bauliche Aktivitäten begleiteten.

Mit den Projekttagen wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Schüler haben einen Platz erhalten,

Ziel: Geothermie-Kraftwerk bis 2020

Kanton Das grosse Potenzial der Geothermie wurde in der Schweiz zu wenig erkannt und genutzt, findet FDP-Kantonsrat Josef Langenegger. Er fordert den Regierungsrat deshalb auf, eine Trägerschaft für geothermische Kraftwerke zu initiieren.

Von allen erneuerbaren Energien hat die Geothermie das grösste theoretische Potenzial. Zudem könne die Geothermie wertvolle Bandenergie liefern. Die Forschungen zur Geothermie befinden sich in der Schweiz aber noch in der Anfangsphase. Die vielfältige Nutzung der Geothermie werde hier noch viel zu wenig ausgeschöpft. Ein enormes Potenzial an Wärme zur indirekten und direkten Beheizung und zur Fernwärmeverteilung sowie für die Stromproduktion steht in der Tiefe in grossen Mengen zur Verfügung.

Das geothermische Potenzial sei riesig und kaum erschlossen, sagt FDP-Kantonsrat Josef Langenegger.

Und: «Man ist sich nicht bewusst, welche Möglichkeiten diese Technologie bietet.» Deshalb sei es auch schwierig, das benötigte Kapital zu beschaffen. Als Folge davon würden in der Schweiz bisher nur vereinzelt Geothermieprojekte lanciert. Darum wird der Regierungsrat aufgefordert, die Gründung einer Trägerschaft für geothermische Kraftwerke zu initiieren. Insbesondere soll der Kanton die notwendige Basis schaffen, damit eine solche, aus privatwirtschaftlichen Trägern bestehende Institution entstehen und sich entwickeln kann. Als beispielhaftes Modell könne dazu der «Verein Geothermische Kraftwerke Aargau (VGKA)» herangezogen werden.

Viel Aufklärungsarbeit nötig

Nur mit einer starken Trägerschaft könne das vorhandene Wissen gebündelt und zielgerichtet eingesetzt werden. Mittels Aufklärungsarbeit im wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Umfeld sollen die Voraussetzungen zur Gründung einer in der Energiewirtschaft verankerten Explorationsgesellschaft geschaffen werden. Deshalb ist für Josef Langenegger klar: «Das Ziel muss sein, die Finanzierung eines ersten geothermischen Kraftwerks im Kanton Luzern zu sichern und bis im Jahr 2020 zu realisieren.» (PD/LN)

den sie selber mitgestaltet und ausgebaut haben. Der Schulhausplatz ist ansprechender und kinderfreundlicher geworden und die Schüler haben mehr Möglichkeiten, sich in den Pausen auszutoben. Doch in den zweieinhalb Tagen konnte das Projekt noch nicht ganz abgeschlossen werden. Im nächsten Schuljahr sind noch weitere Umgestaltungen geplant.

Langnau Zitherklänge am Pfingstfest

Im Sonntagsgottesdienst vom

12. Juni um 9.30 Uhr zeichnet die Zithergruppe «Maieriesli» für die musikalische Gestaltung verantwortlich. Mit ihren musikalischen Darbietungen auf den eher selten gespielten Instrumenten bereichern sie den Gottesdienst an Pfingsten. Die Instrumentalistinnen und Diakon Martin Brunner freuen sich auf viele Gottesdienstbesucher. (I.-)

Reiden Gelegenheit zum obligatorischen Schiessen

Am Freitag, 17. Juni bietet sich von 18 bis 19 Uhr die Gelegenheit, das obligatorische Bundesprogramm auf der Anlage Wasserloch in Dagmersellen zu schiessen. Die Johanniter-Schützen Reiden sind für die Organisation verantwortlich. Mitbringen: Dienst- und Schiessbüchlein sowie die den Schiesspflichtigen zugestellte Schiessaufforderung mit Adresskleber. Es muss mit der persönlichen Waffe geschossen werden. Die letzte Gelegenheit im Jahr 2011: Samstag, 27. August, von 13 bis 14 Uhr. (E)

Reiden Musikschule konzertiert im Feldheim

Am Mittwoch, 15. Juni, um

18.30 Uhr veranstaltet die Regionale Musikschule Reiden das traditionelle Sommerkonzert im Alters- und Pflegezentrum Feldheim in Reiden. Verschiedene Instrumentengruppe werden ein abwechslungsreiches Programm unterschiedlichster Stilrichtungen präsentieren. (HBÄ)

Dagmersellen Ausflug an Fronleichnam

Am Donnerstag, 23. Juni lädt der Seniorentreff Dagmersellen zur traditionellen Ausfahrt am Fronleichnamstag. Besammlung ist um 13.30 bei der Grasteeri, Stermelstrasse. Anschliessend geht die Fahrt via Schötz, Wolhusen, Malters, Schwarzenberg nach Hergiswald ob Kriens. Um 15 Uhr hält Kaplan Armin Betschard eine kurze Wortfeier in der Wallfahrtskirche Hergiswald. Anschliessend findet eine Führung durch die Kirche statt. Im Restaurant wird die Gruppe um 16 Uhr zum Zvieri erwartet. Anmeldung bis Dienstag, 21. Juni bei Josef Stöckli (062 756 14 29). (MR)

Meilenstein der Strassenbaugeschichte

Kanton Der Luzerner Regierungsrat Max Pfister wird als eine seiner letzten offiziellen Handlungen vor Ablauf seiner Amtszeit die Eröffnung des Rontal-Zubringers vornehmen. Er bemerkt dazu, dass es sich beim Zubringer Rontal zur Autobahn bei Buchrain nicht nur um das bisher grösste kantonale Strassenbauvorhaben handle, sondern mit Tunnel, Rontalbrücke, Auffahrtsrampen und Anschlusswerken auch um ein sehr komplexes Bauwerk. Es setze einen Meilenstein in der Luzerner Strassenbaugeschichte und die bevorstehende Eröffnung, die auf 22. Juni 2011 angesetzt ist, sei durchaus denkwürdig.

Ein Fest für die Bevölkerung

Noch vor der offiziellen Inbetriebnahme durch den Verkehr findet morgen ein Zubringerfest für die Bevölkerung statt, damit sie dieses Bauwerk, das den Verkehr in der Region Luzern im Positiven beeinflussen wird, zu Fuss in Ruhe besichtigen kann. Später wird dies nicht mehr möglich sein. Von den Gemeinden, die vom neuen Bauwerk profitieren werden, sagt beispielsweise Klaus Peter Schmid, Gemeindepräsident Root, dass der 22. Juni nicht nur für ihn persönlich, sondern auch für die Rooter Bevölkerung, für das Rontal und für den Kanton Luzern in die Geschichte eingehen werde.

Der Zubringer sei ein weiteres Puzzle-Teilchen für einen attraktiven Wirtschafts-und Lebensraum Luzern, sagt Bernard Kobler, CEO der Luzerner Kantonalbank und Repräsentant des Forums Wirtschaft. Er meinte: «Jetzt müssen wir mit aller Kraft die Verbesserung der Bahn-Verbindung von Luzern nach Zürich angehen, also den Tiefbahnhof Luzern und auch die durchgehende Doppelspur zwischen Zug und Thalwil.»

Ferner weist Kobler darauf hin, dass Luzern damit von verbesserten Verkehrsverbindungen profitiere: Für bestehende Firmen würden dank der besseren Erreichbarkeit das Kundenpotenzial sowie die Auswahl an Lieferanten und Mitarbeitenden grösser. Der Wirtschaftsraum Luzern werde aber auch attraktiver für Ansiedlungen von Unternehmen, was neue Arbeitsplätze schaffe. (MO)